Ostern in der Dominikanischen Republik

Bräuche und Traditionen im Inselstaat

Ostern und die Karwoche sind in der Dominikanischen Republik eines der wichtigsten religiösen Feste, da ein großer Teil der Bevölkerung christlich und römisch-katholisch ist. Diese Zeit ist nicht nur wegen ihrer religiösen und kulturellen Traditionen, sondern auch wegen ihrer reichen gastronomischen Bräuche besonders. 

Aber schauen wir uns an, welche religiösen Traditionen das Land prägen.

Prozessionen

In zahlreichen Städten und Dörfern werden Prozessionen abgehalten, bei denen die Gläubigen Bilder von Jesus und der Jungfrau Maria durch die Straßen tragen. 

Passion – Darstellung von Jesu Leiden

Bei Passionsspielen wird das Leben Jesu und die Geschichte seiner Kreuzigung aufgeführt. Die Teilnahme an diesen Ereignissen ist nicht nur geistig erhebend, sondern stärkt auch das Gemeinschaftsgefühl. 

Messen und eucharistische Feiern

Die Pfarreien und Kapellen halten Messen und eucharistische Zeremonien ab. 

Die Tradition des Fastens 

In der Fastenzeit folgen viele Katholiken der Tradition zu fasten und auf den Fleischkonsum zu verzichten, besonders am Aschermittwoch und am Karfreitag. 

Gastronomische Genüsse

In der Karwoche spielt die Gastronomie eine herausragende Rolle und spiegelt die Vielfalt der dominikanischen Küche sowie die reiche Kultur des Landes wider. 

Eine besonders beliebte Süßigkeit ist „habichuelas con dulce“, eine süße Bohnenpaste gemischt mit Kokosmilch, gewürzt mit Zucker, Zimt und Nelken. Dieses Dessert ist nicht nur lecker, sondern auch eines der Hauptgerichte auf dem traditionellen Festtags-Tisch, das Familien und Nachbarn miteinander teilen. 

Während der Festmahlzeiten sind auch Gerichte wie „bacalao con batata“ (Kabeljau mit Süßkartoffel) und verschiedene andere Fischgerichte sehr beliebt. 

Familientraditionen

Ostern ist nicht nur ein religiöses, sondern auch ein Familienfest. Die Familienmitglieder kommen zusammen, um gemeinsam zu feiern und ein köstliches Mittagessen zu genießen. 

Die „Tradition des Eiermalens“ ist ebenfalls Teil der festlichen Vorbereitungen. Dieser Brauch leitet sich von der Abstinenz des Fleischkonsums während der Fastenzeit ab. Früher ersetzten Familien in dieser Zeit das Fleisch durch Eier oder Gerichte aus Eiern. 

Ein weiterer charakteristischer Brauch ist das „Dekorieren von Palmzweigen“. Die Gläubigen bringen geschmückte Palmzweige zur Sonntagsmesse mit, die dort gesegnet werden. Die gesegneten Palmzweige nehmen sie mit nach Hause und platzieren sie an bestimmten Stellen im Haus, um so die Gegenwart und den Segen Christi in ihrem Zuhause zu verstärken.

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